Devils Workshop

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Klangmuster

Montag, 15. Juni 2009

Klangmuster live – LONG DISTANCE CALLING

Nachgeliefert: Mittlerweile liegt dieses Konzert über einen Monat zurück, weshalb es aber noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist. Eindrucksvoll stellten LONG DISTANCE CALLING am 09.05. dem Hamburger Publikum ihre Live-Qualitäten im Knust unter Beweis und zeigten das instrumentaler Post-Rock alles andere als langweilig ist. Schnell konnten sie das Publikum in ihren Bann ziehen. Selten habe ich einen Auftritt einer Band erlebt, der noch Stunden hätte weiter andauern können. Durch die grandiose Dynamik, die eingängigen Riffs und die spannenden Melodiebögen kommen die Songs verdammt nochmal auch ohne Gesang aus. Die Band liefert uns einfach imponierend schöne Musik mit Krach an den richtigen Stellen. Bereits auf Platte sind das im April erschienene "Avoid the light" sowie ihr Debut "Satelitte Bay" Glanzstücke; live schaffen es LONG DISTANCE CALLING mit diesen Songs obendrein eine wahnsinnige Atmosphäre zu erzeugen und das Publikum in Trance zu wiegen. Dabei war die Spielfreude den Münsteranern, die sich sichtlich über die Begeisterung des Publikums freuten, während des Auftritts extrem anzumerken.

Nach kurzweiligen 70 Minuten beendete die symphatische Band ihr Set bereits, wurde jedoch schnell durch den wohlverdienten Applaus des Publikums für zwei Zugaben erneut auf die Bühne geholt. Diese kamen aufgrund kleiner technischer Probleme mit dem Notebook etwas abgespeckt daher; was dem Spaß an der Sache allerdings keinen Abbruch tat. Ich hätte dort noch ewig weiter stehen können und LONG DISTANCE CALLING lauschen können.

Tolle Band, toller Abend: kurzweilig aber sowas von beeindruckend! Absolute Empfehlung.

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Mittwoch, 27. Mai 2009

Klangmuster live - Trail of Dead

Bevor es irgendwann verjährt ist und damit ich dem Blog wieder etwas Leben einhauche, muss ich an dieser Stelle endlich mit der Aufarbeitung der letzten Konzerte beginnen. Den Anfang macht das Konzert von And you will know us by the Trail of Dead vom 26.04., dass auch an dieser Stelle im Live-Stream nachverfolgt werden kann.

Ich habe soeben kurz in den Live-Stream geschaut und muss sagen, dass die Atmosphäre nicht annähernd über diesen digitalen Mitschnitt transportiert werden kann. Dazu gesellt sich noch die Erkenntnis, dass ich dadurch erst gemerkt habe, dass Conrad Keely nicht gerade der begnadetste Live-Sänger ist. Dies ist während des Konzerts im Uebel&Gefährlich nicht aufgefallen, da man von der Wucht und dem Lärm der Musik mitgenommen wurde. Nicht ohne Grund wird bereits draußen vor dem Club gewarnt:

"Achtung, es wird laut! Schützt eure Ohren!"

Der Gesang geht in der Live-Darbietung etwas unter und wird nur am Rande wahrgenommen. Es stört auch nicht, da es einfach faszinierend, aufregend, intensiv und authentisch ist, was die Texaner auf der Bühne präsentieren. Besonders die zwei Schlagzeuger und die Inbrunst mit der Keely die Songs performt und das Publikum mitnimmt, sind berauschend.

Da ich nach wie vor nicht im Besitz des neuen Albums "Century of Self" bin, da ich auf den Versand der Vinyl-Ausgabe warte, deren Erscheinungsdatum auf unbekannt (bzw. Ende des Jahres) verschoben wurde, habe ich mich über sehr viele alte bekannte Songs gefreut und zähle u.a. die Performance zu "Will you Smile Again" und "It was there that I saw you" zu den Highlights des Konzert.

Eingleitet wurde dies durch das Intro "Invocation", was bereits eine Gänsehaut erzeugte. Danach wurde es jedoch nur noch intensiver und eine gigantische Lautstärke setzte ein. Der Abend war geprägt von einer extremen Schnelligkeit und Rotzigkeit der Band, die eine wahre Spielfreude zeigte. Ich kann nicht mehr genau sagen, an welcher Stelle, allerdings hat sich während eines Songs sogar ein Wellenreiter in die Massen getraut. Das Massenbad genoss auch Jason Reece (Gesang, Gitarre, Schlagzeug), der mit seinem verlängerten Mikrokabel am Ende des Sets bis in die hinteren Reihen wanderte um schließlich den Song auf der Bar zu beenden. Nach den Zugaben verabschiedeten ...Trail of Dead das Publikum, das hoffentlich wie ich mit einem Lächeln aus dem Saal entschwand.

Alles im allen ein aufregender und gelungener Abend von brutaler Gewalt und Schönheit, wobei ich die Vorband Gringo Star jetzt bewusst unterschlagen habe.

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Dienstag, 28. April 2009

Klangmuster live – God Is An Astronaut

Nun folgt der längst überfällige Bericht zum Konzert von God Is An Astronaut in Hamburg. So kurzfristig ich vom Konzert erfuhr, so lange brauche ich dagegen nun davon zu berichten. In der Tat entschied ich mich erst einige Stunden vor Konzertbeginn, am Abend des 19. Aprils im Neuen Hafenklang vorbeizuschauen. Danke vielmals für den Hinweis! Oft zahlt sich Spontanität aus, wie auch in diesem Fall. Was lange währt, kann häufig enttäuschen. Nicht so, also in diesem Fall. Da ich wenig bis kaum Vorkenntnisse zur Band hatte, bin ich unbedarft in das Konzert gegangen und wurde empfangen von einer atmosphärisch dichten, schwelgerischen Instrumentalmusik.

Die Instrumente sprechen für sich. Sie sind laut. Aber das Publikum, inklusive mir, genießt den gewaltigen Klang. Begleitet wird dieser von einer selbst erstellten Videoanimation, die Bilder von tiefer Schönheit bis grausamer Brutalität zeigt und perfekt zur Atmosphäre beiträgt. Worte zum Publikum gibt es kaum. Aber sie fehlen nicht, genauso wenig wie Gesang. Wir genießen den guten Sound im neuen Hafenklang und ich freue mich jedes mal erneut, wenn ich den Bass bis in die Magengrube spüre. So macht Musik Spaß.

Während auf der im Anschluss gekauften Platte "Far from Refuge" eher verträumter schwelgerischer Shoegaze dominiert, bringen God Is An Astronaut während des Konzerts den Rock und Metal-Anteil in ihrer Musik zum Vorschein und bauen mit nur drei Personen einen enormen Druck auf. Wer die Post Rocker aus Irland kennen will, muss sie unbedingt live gesehen haben.

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Sonntag, 26. April 2009

...Trail of Dead-Konzert im Live Stream

Wie bereits berichtet, gastieren heute die Texaner im Uebel & Gefaehrlich in Hamburg und präsentieren ihr neues Album live. Wer nicht hingeht ist selber Schuld... oder hat einfach keine Karte mehr bekommen. Denn wie sich vernehmen lässt, ist das Konzert von ...And you will know us by the Trail of Dead ausverkauft. Alle Daheimgebliebenen erhalten nun jedoch die Möglichkeit das von VISIONS präsentierte Konzert bei Lixg im Live Stream mitzuerleben oder einfach hier:

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Mittwoch, 4. Februar 2009

Jägermeister Rockliga im Grünspan


Eigentlich müsste ich diesen Post ja "The Blood Arm im Grünspan" nennen. Denn, wie sagt man so schön...ähhm...das Beste kommt zum Anfang... So geschehen am heutigen Abend.

"We are the Blood Arm from Hell and I am Satan." So wurden wir von den Rock 'n' Rollern von The Blood Arm zum Auftakt der Jägermeister Rockliga im Grünspan begrüßt. Wenn das kein Rock 'n' Roll ist, dann weiß ich auch nicht. Nathaniel Fregoso versteht es mit seiner Großspurigkeit das Publikum zu unterhalten. Das verspricht schon der bisher wohl bekannteste Song "Suspicious Charakter (I like all the girls and all the girls like me)". So flirtet er wild mit den Mädels aus dem Publikum, begibt sich diverse Male von der Bühne ins Publikum, bringt zumindest den vorderen Teil dazu sich für einen halben Song niederzusetzen und erklimmt schließlich auch noch die Bar, marschiert darauf herum und stibitzt sich schließlich eine Flasche, aus der er genüßlich einen Schluck nimmt.

Der Auftritt ist ein Hingucker. Durch die Bühnenpräsenz machen sie einige musikalische Schwächen wett. Denn die Musik als Unterhaltungsfaktor allein ist... naja... passabel - eine Mischung aus Indie, Garage Punk und Rock 'n' Roll. Dancefloor-Hits wie das "Do I have your attention"“ und dem besagten "Suspicious Charakter" reihen sich in weitere mittelmäßige Songs ein. Leider befürchte ich auch, dass die Show jedes Mal in jeder Stadt, bei jedem Gig ähnlich ablaufen wird. Und dann kann es langweilig werden.

Bevor ich hier aber noch negativer werde, denn das will ich eigentlich gar nicht, der Auftritt hat mir schließlich gefallen, schnell mal noch das Video zu dem bekannten Hit gepostet.



Und ach ja, die anderen Bands lohnt es aus meiner Sicht gar nicht erst zu erwähnen bzw. ich kann mir auch gar kein Urteil über deren Auftritte bilden. In der Mitte des Sets von Dover haben wir den Schauplatz verlassen. Die alternden Frauen konnten wir nicht viel länger ertragen und auch die Electro-Popper um The Whip versprachen nicht unbedingt das Konzert-Highlight des Jahres zu werden. Wer weiß, vielleicht habe ich dadurch einen tollen Auftritt verpasst ...oder ich bleibe einfach bei dem eingangs erwähnten Spruch: „Das Beste kommt zum Anfang“.

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Dienstag, 20. Januar 2009

Klangmuster live - BakkuShan im Knust


Bevor ich wieder alles vergessen habe, muss ich mich jetzt endlich dran machen und versuchen meinen ersten recht spontanen Konzertbesuch in diesem Jahr wiederzugeben. Dabei handelte es sich um den Auftritt von BakkuShan im Knust am 12.01.09.

BakkuShan – das ist ein vierköpfiger PopAcademie-Act aus Mannheim, der sich im Sommer 2007 formiert hat; schnellen, tanzbaren Sound mit deutschen Texten liefert und mir durch Fräulein Taschenwunder bekannt gemacht wurde.

Bereits in 2007 konnten sie durch erste Erfolge auf sich aufmerksam machen. So produzierten sie in diesem Jahr in Eigenregie ihre erste EP "Springwut". Der gleichnamige Song überzeugte mit einem selbstgedrehten Video bei der Jägermeister Video Competition und wurde zum Sieger gewählt. Mit einem Budget von 25.000 Euro konnten sie dann eine schwere Videoproduktion mit der Berliner Firma Kinoherz (Gods of Blitz) erstellen. Das daraus entstandene Video konnte die Band nach eigenen Angaben jedoch leider nicht unbedingt überzeugen. Hier könnt ihr euch euer eigenes Bild machen:





Genug der Vorrede und zurück zum Konzert. Mithilfe von Frl. Menke, die die Hälfte des Publikums zum Konzert eingeladen hatte, wurde die Bude tatsächlich voll. Dass ich in meinem Blog mal einen NDW-Star erwähnen würde, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Aber so ist es ja oft. Wenn man nicht damit rechnet, passieren die ungewöhnlichsten Dinge. So auch an diesem Abend. Nach dem Konzert trafen wir auf das Fräulein – eigentlich Franziska, die in den 80ern ihre größten Erfolge feierte und jetzt nach wie vor großem Spaß am Leben hat. Um BakkuShan einen schönen Abend in Hamburg zu bescheren, scheute sie keine Kosten und Mühen. Dass es für die Band dann ein super Abend wurde, kann ich wohl bestätigen.

Die StreetBänd stimmte zunächst mit ihren Cover-Versionen und originell arrangierten MashUps in den Konzert-Abend ein. Die zwei mit Megaphon ausgestatteten Frontfrauen wurden durch einen Saxophon-Spieler, einen Cellisten und zwei Rhythmikern (mit selbst zusammengebastelten Umhänge-Schlaginstrument und sonstigen Gegenständen, die sich zum drauf schlagen fanden) unterstützt. Sie schafften es ein Lächeln auf die Gesichter des gesamten Publikums zu zaubern und gaben ohne weitere unnötige Wartepausen an BakkuShan ab.
Auch während der anschließenden Minuten konnte ich mir das Lachen nicht aus dem Gesicht wischen. Diese Band macht Spaß. Auch wenn der Sound nicht perfekt und der ein oder andere Spielfehler zu vernehmen war, der Gitarrist Robert spielte im wahrsten Sinne des Wortes seine Finger blutig.

Diese Band macht nicht nur von hinten eine gute Figur, sondern auch von vorne (Wortbedeutung aus dem Japanischen: Mädchen, das von hinten besser aussieht als von vorne) und konnte das Publikum mit ihrer Live-Performance überzeugen. Dies wurde mit Zugabe-Rufen belohnt, welche die Band dann mit "Springwut" beantwortete.

Alles in allem ein schöner Abend. Und ach ja, zum anschließenden Auftritt von Baby Benzin kann ich keine Infos geben. Durch das Zusammentreffen mit Frl. Menke gingen diese vollkommen an uns vorbei.

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Sonntag, 4. Januar 2009

Klangmuster live – Miyagi im Haus 73


Dies bin ich ja noch schuldig: Die Auflösung der Frage, ob ich es nun kurzfristig noch zu Miyagi geschafft habe.
Ganz meiner für das vorliegende Jahr ausgerufenen Maxime "aktiv, das ist alles was zählt", habe ich damit bereits am 17.12. begonnen.

„Aktiv“ heißt in diesem Fall, Musik aktiv live zu erleben; sich von nichts aufhalten zu lassen, wie zum Beispiel dem Fakt, dass am nächsten Tag vielleicht bereits ein weiterer Event, wie eine bis in die Nacht andauernde Weihnachtsfeier ansteht, man sowieso schon geschlaucht ist und eigentlich noch weitere Weihnachtsvorbereitungen treffen muss. Genug der Ausreden! Am Ende des Jahres will ich es nicht noch einmal erleben müssen, dass ich die besuchten Konzerte an einer bzw. na gut - gerade noch so auf die zweite gerettet - zwei Händen abzählen kann (Festivals mal ausgenommen)...Was sonst noch mit aktiv gemeint ist, wird demnächst erläutert.

Aber zurück zum Konzert von Miyagi (die übrigens momentan einen undenkbar ungünstigen Namen haben, da man bei der Suche nach der Band sehr oft auf ihre halben Namensvettern „Fujiya & Miyagi“ trifft). Dass sich Aktivität lohnt, zeigte sich auch wieder in diesem Fall:

Da Konzerte heutzutage doch immer sehr pünktlich und nach Veranstaltungskalender anfangen, hatte ich gedacht, dass ich wohl die Vorband Ikaria bereits verpassen würde. Da die Herrn Miyagi jedoch noch im Stau standen, wurde mit dem Beginn des Konzerts noch etwas gewartet und ich musste damit rechnen, noch später ins Bett zu kommen als erwartet...
Ikaria schafften es dann aber die Wartezeit auf angenehme Weise auszufüllen. Mit der Mischung aus Postrock, sowohl teils elektronischen, als auch poppigen Elementen, haben sie es irgendwann geschafft mich in den Bann zu ziehen. Dabei war ich immer wieder überrascht, wie sich die Songs nach dem oftmals leisen unsicheren Beginn des Sängers zum Ende hin aufbauten und einen großen Raum in dem kleinen Konzertsaal einnahmen.

Von Unsicherheit war bei Miyagi nie etwa zu spüren. Trotz der verspäteten Ankunft, dem fehlenden Soundcheck und dem Mangel einer Setlist, gelang es den Münsteranern durch oder mit ihren tanzbaren stakkato-lastigen Songs ihren Charme zu versprühen.

Diese Jungs sind für die Bühne geboren...

Trotzdem verlassen sie diese sehr gern während des Auftritts und vermengen sich mit dem Publikum, wie der Sänger auch diesmal eindrucksvoll bewies. Eigens dafür musste noch schnell ein längeres Mikro-Kabel besorgt werden. Legte er dann das Mikrofon aus der Hand, dann schlug mein Herz höher. Denn das hieß wieder, dass er sich nun kurz zu seinen Ursprüngen zurück besann und als ehemaliger Drummer an einem zweiten kleinen Drumkit platz nahm und uns zusammen mit Daniel Ortega mit einem Trommelwirbel erfreute.

Viele mögen sagen, die Band sei zu spät dran, nur einer der vielen Indie-Wave-Nachzügler. Vielleicht mag das stimmen, vielleicht kann ihre Platte allein nicht überzeugen. Live können Sie es allemal...

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Dienstag, 16. Dezember 2008

Miyagi live in Hamburg


Gerade entdeckt und auf einen Live-Auftritt gehofft, erfüllen mir Miyagi bereits einige Tage später meinen Wunsch und beehren morgen, den 17.12. die schöne Hansestadt. Fast hätte ich das Konzert durch den ganzen Weihnachtstrubel total übersehen. Aber dank eines Eintrags bei last.fm habe ich den Auftritt noch rechtzeitig entdeckt. Na mal sehen, ob ich es jetzt auch so kurzfristig einrichten kann, morgen Abend im Haus 73 zu erscheinen. Ich versuch mein Bestes...

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Samstag, 6. Dezember 2008

Klangmuster live – Tiger Lou im Uebel & Gefährlich


Jetzt muss ich noch mal was zu Tiger Lou los werden. Durch ihren Auftritt im Uebel & Gefährlich am Mittwoch hat das neue Album "A partial print" für mich zusätzlich einen Stern dazu verdient. Es war grandios, großartig, ein Album perfekt geeignet für einen Live-Gig.

Da ich Tiger Lou bisher noch nie live erleben durfte, war dies für mich die Premiere und ich habe keine Vergleichsgrundlage. Doch ich kann mir vorstellen, dass neben der Veränderung der Musik damit gleichzeitig auch eine Veränderung im Live-Auftritt vonstatten ging. Instinktiv habe ich dies im Publikum gespürt. Die Mädels um mich wurden leicht nervös, eine leichte Verwirrung ging durch die Reihen. Tiger Lou war wohl noch als der Singer-Songwriter aus Schweden mit der tollen Stimme in Erinnerung geblieben.

Aber wer steht hier vor uns?

Ein kleiner durchtrainierter mit neuen Tattoos behafteter rockender Karl Rasmus Kellermann mit seiner Band, die sichtlich Spaß am neuen Album hat. Und auch mir bereitet es Freude den fünf Rockern auf der Bühne zuzusehen. Rasmus ist so nervös und voller Adrenalin, dass er zwischendurch wie ein Flummi auf und ab springt und auch seine Nervosität während des Auftritts öffentlich kund tut. Aber nach dem sich die Reihen im Publikum neu formiert haben, spüre ich in meiner Nähe die gleiche Begeisterung, die mich durchfährt. Aufgrund der wohlwollenden Reaktion des Publikums erfreut sich der Tiger dann zwischendurch schon mal mit einem strahlenden Lächeln, was uns um so glücklicher macht. Nachdem das neue Album von vorne bis hinten durchgespielt wurde, also tatsächlich 1:1, vom ersten bis zum letzten Lied, gibt es mit der Zugabe ein paar Highlights der alten Alben. Und auch die Firefox AK Frontfrau - alias Andrea Kellermann - alias die Frau des Herrn Tiger Lou - beehrt uns bei der ersten Zugabe noch einmal mit ihrer schönen verträumten Stimme. Im Gegenzug kam bereits der Ehemann beim Autritt der Vorband auf die Bühne und unterstützte die Band bei "Winter Rose".

Dies war auch mein Einstieg in den Abend - Ramus mit seiner Mrs vereint auf der Bühne. Die ersten paar Minuten der Vorband habe ich schon verpasst. Fast hätte ich mich aufgrund meines kränkelnden Zustands sogar dagegen entschieden auf das Konzert zu gehen und die 17 Euro Eintritt in den Wind zu schießen. Doch hier trieb mich meine Musik-Begeisterung in die U-Bahn bis hin zum Bunker. Das Geld wäre ein geringer Verlust gewesen, gegen das immaterielle, gegen das Gefühl, das ich mit nach Hause nahm, zu diesem aus meiner Sicht besten Konzert diesen Jahres.
Aber was zählt schon meine Meinung...

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