Devils Workshop

has been moved to new address

http://www.klangmuster.de

Sorry for inconvenience...

Klangmuster

Dienstag, 10. Februar 2009

Dark was the night

Dark was the night – and it took very long till the release of this record, but finally...

Bald ist es nun aber soweit – am 13. Februar wird die Compilation endlich käuflich zu erwerben sein. Über die letzten Wochen hinweg, seit Bekanntgabe der Tracklist am Welt-Aids-Tag, wurden zumindest regelmäßig neue Songs als Stream auf der myspace-Seite zur Verfügung gestellt. So konnte man sich bereits erste Höreindrücke von dem hochkarätig besetzten Benefiz-Album verschaffen.

Die Künstler verzichten wie üblich auf ihre Einkünfte, die in die AIDS-Hilfe der Red Hot Organization gehen werden. Diese haben es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe der Popkultur einen Beitrag für den Kampf gegen die Krankheit AIDS zu leisten. Bisher hat die Organisation immerhin bereits 7 Millionen Dollar verteilt und veröffentlicht hiermit bereits die 20.Compilation.



Initiiert und zusammengestellt wurde das Doppelalbum übrigens von Aaron und Bryce Dessner, dem ein oder anderen auch als Zwillingspaar von The National bekannt. Insgesamt hat es wohl drei Jahre gedauert, die Künstler zu überzeugen und im Studio zusammenzubringen. Das Ergebnis, soweit ich bereits beurteilen kann, ist aller Ehren wert. Ich konnte mich nur schwer für drei Songs für das Widget entscheiden. Die gesamte Tracklist findet ihr anbei bzw. auf Dark was the night. Oder macht es einfach wie ich und bestellt gleich das Doppelalbum, in meinem Fall auf Vinyl.

Disc One:
01. Knotty Pine - Dirty Projectors + David Byrne
02. Cello Song - The Books featuring Joses Gonzalez
03. Train Song - Feist and Ben Gibbard
04. Brackett, WI - Bon Iver
05. Deep Blue Sea - Grizzly Bear
06. So Far Around The Bend - The National
07. Tightrope - Yeasayer
08. Feeling Good - My Brightest Diamond
09. Dark Was The Night - Kronos Quartet
10. I Was Young When I Left Home - Antony with Bryce Dessner
11. Big Red Machine - Justin Vernon + Aaron Dessner
12. Sleepless - The Decemberists
13. Die - Iron & Wine
14. Service Bell - Grizzly Bear + Feist
15. You Are The Blood - Sufjan Stevens

Disc Two:
16. Well-Alright - Spoon
17. Lenin - Arcade Fire
18. Mimizan - Beirut
19. El Caporal" - My Morning Jacket
20. Inspiration Information - Sharon Jones & the Dap-Kings
21. With A Girl Like You - Dave Sitek
22. Blood Pt. 2 - Buck 65 Remix (featuring Sufjan Stevens and Serengeti)
23. Hey, Snow White - The New Pornographers
24. Gentle Hour - Yo La Tengo
25. Amazing Grace - Cat Power
26. Happiness - Riceboy Sleeps
27. Another Saturday - Stuart Murdoch
28. The Giant Of Illinois" - Andrew Bird
29. Lua - Conor Oberst with Gillian Welch
30. When The Road Runs Out - Blonde Redhead & Devastations
31. Love Vs. Porn - Kevin Drew

Labels: ,

Sonntag, 8. Februar 2009

Okkervil River

So einfach wie auch komplex der Titel, ist auch die nun von mir kurz vorgestellte Band. Meine nächste große Liebe, die ich öffentlich kund tun möchte. Nicht dass diese Band neu wäre oder ich sie erst gestern entdeckt hätte, aber manchmal braucht Liebe um zu wachsen. Man muss sich die Zeit nehmen, ihr eine Chance geben. Dies habe ich an diesem Wochenende getan, indem ich die letzten beiden Alben von Okkervil River, "The Stand Ins" auf CD und "The Stage Names" auf Platte, rauf und runter gehört habe. So habe ich die Band um Will Sheff lieben gelernt und komme nicht mehr von ihr los. Nur der Gedanke an die wundervollen Songs und die sich dahinter verbergenden Geschichten bereitet Glücksgefühle. Es gibt viel zu entdecken.

Eigentlich ganz passend diese beiden Alben zusammen zu entdecken, da "The Stage Names" 2007 ursprünglich als Doppel-Album geplant war. Klugerweise entschied sich Will Sheff, die 20 Songs auf zwei Alben aufzuteilen. Wer braucht schon ein Doppel-Album? Durch den gleichen Entstehungszeitpunkt erkennt man jedoch Parallelen. Die Musik ist poppiger, direkter, lebendiger als die früheren düster-dichten Folk-Rock-Songs, aber dennoch von melancholischen Texten durchzogen. Will's lyrische Geschichten (von Songtexten kann man hier teilweise gar nicht mehr sprechen) werden begleitet von wunderschönen Melodien, zahlreichen Instrumenten und tollen Arrangements, von Folk, über Country bis hin zum schmissigen Rock.

Begeistert hat mich auch das Cover-Artwork von William Shaff. Großartiger Künstler. Da erfreut es mich umso mehr, dass ich zumindest eines der Alben bereits auf Platte habe und somit in Großformat bewundern kann.

Natürlich möchte ich euch an dieser Stelle mit einem Hörbeispiel beglücken. Da ich das großartige "Lost Coastlines" bereits an anderer Stelle eingebunden hatte, hier nun die Solo-Acoustic Version von "Girl in Port".


Labels: ,

Donnerstag, 22. Januar 2009

Bloggende Musiker


Nachdem ich meiner Mutter heute mal wieder erklärt habe, was ich für neumodisches Zeugs im Internet mache, bloggen und so... habe ich mal recherchiert, welche Musiker denn diesem gar nicht mehr so neumodischem Trend auch gefolgt und fleißige Blogger geworden sind.

Das Internet hat vor den Musikern nicht halt gemacht. Mittlerweile finden sich im World Wide Web zahlreiche Musiker, die zu ihren Fans in Form von Blogs sprechen. Ich erinnere hier gern zurück an Tiger Lou, der über den Fortschritt seiner Album-Arbeiten zu "A partial print" berichtete. Leider habe ich diesen Blog etwas zu spät entdeckt, wäre aber vermutlich bei rechtzeitigem Entdecken vor Vorfreude umgekommen.

Dann gibt es noch Vertreter wie Angelika Express, die übrigens derzeit in aller Hinsicht neue Wege einschlagen und Fans und Förderern, die Möglichkeit geboten haben sich finanziell an ihrem Album-Release zu beteiligen, Aktien zu kaufen und somit im Gegenzug bei Erfolg auch am Gewinn zu profitieren. Wie sich der Wert der Aktien entwickelt, kann man hier nachlesen: Angelika Express.

Bei der Recherche zu Idlewild und wie es bei diesen Herren in naher Zukunft wohl weiter gehen wird, bin ich auf den Blog des Sängers und seines Zeichens auch Solokünstlers Roddy Woomble gestoßen, der sich allerdings ungern als Blogger bezeichnet und noch nach dem perfekten Wort für seine "describing ramblings" sucht. Außerdem musste er sich von seinem Webmaster erst einmal erklären lassen, weshalb es sinnvoll ist, seine alten Einträge bitte nicht zu löschen.

Dies interessierte Ryan Adams in seiner Blogger-Laufbahn einen Dreck... Irgendwie schien er sich nie so sicher zu sein, ob so ein Blog das Richtige für ihn ist. Immer wieder schrieb er Einträge, löschte diese bzw. ansonsten auch gern gleich den gesamten Blog, um kurze Zeit später an anderer Stelle wieder im Netz aufzutauchen. In folgendem Blogeintrag I've become obsessed with Ryan Adams-Blog kann man das ganze Spiel ganz gut nachvollziehen. Vor einigen Tagen hat er dann in einem langen Post auf seiner letzten Spielwiese angekündigt, dass er sich aus dem Musikleben und dem Bloggen nun vollkommen zurückziehen wird. Der Post ist natürlich schon wieder gelöscht, kann hier aber hier auf dem Indieblogheaven nachgelesen werden.

Zuguterletzt möchte ich noch von einem Herrn berichten, für dessen Einträge man sich Zeit nehmen muss. John Frusciante bloggt über sein neues Album The Empyrean. Den aktuellen Eintrag habe auch ich bisher nur überflogen, freue mich aber bereits jetzt schon auf die vorbestellte Platte, die mich hoffentlich in den nächsten Tagen erreichen wird.

Labels: , ,

Donnerstag, 15. Januar 2009

Weihnachtsgeschenk "aktiv" genutzt


Der "Aktiv-Index" steigt...

Ganz im Sinne meiner neuen Maxime habe ich mir im guten Wissen und Gewissen zu Weihnachten gleich mal einen Plattenspieler gewünscht und bekommen. Gerade mit meinem Blog gestartet, wage ich damit nun wieder einen Schritt zurück in die Offline-Welt. Nicht ohne Grund.

Das letzte Jahr zeichnete sich bei mir durch das Entdecken vieler neuer Bands aus. Hier mal reingehört, dort schnell ein Video angeschaut, an anderer Stelle auch mal die eine oder andere free mp3 runtergeladen und meine CD-Sammlung etwas aufgestockt. Aber viel Zeit blieb für den einzelnen Künstler meist nie. Die Musik wurde zum zentralen Faktor, geriet aber doch in den Hintergrund. Alles drehte sich darum schnell viel und vor allem neue Musik zu finden und alles zu konsumieren, was möglich war.

Doch wurden die neuen Eindrücke und Klangmuster auch richtig verarbeitet? Dies kann ich wohl nur mit einem "nicht wirklich" beantworten.

Wie war das früher noch, als man sich ein Album kaufte, dieses rauf und runter hörte, die Songtitel in der Album-Reihenfolge aufsagen und die Texte Wort für Wort mitsingen konnte...
In Zeiten des Shuffle-Modus ist dies eher seltener geworden, wodurch das Format "Album" verkommt. Viel wurde schon darüber geredet und diskutiert. Ich möchte auch gar nicht weiter in diese Diskussion einstimmen, sondern als zugegeben begeisterter Shuffler einfach das Format "Album" für mich wieder aufleben lassen. Ich möchte mich darauf besinnen, die Musik tatsächlich wieder aktiv zu hören und zu erleben.

An dieser Stelle kommt dann wieder mein Weihnachtsgeschenk ins Spiel.
Eine Platte zu hören ist ... ist einfach ein Erlebnis. Man besinnt sich auf die Musik und hört aktiv zu. Die Klänge, Töne, Stimmen und Instrumente werden viel intensiver auf- und wahrgenommen. Das Album wird von vorne bis hinten durchgehört und durch keine Skip-Taste unterbrochen. Dadurch erhalten alle Songs tatsächlich ihre Chance und können sich entfalten. Erst so kann das Werk als Ganzes wahrgenommen und der Künstler und seine Musik gewürdigt werden. Hinzu gesellt sich der Sound einer Platte, das leise Rauschen, das Besondere und die Freude eine LP in der Hand zu halten.

Vielleicht wurde ich gerade etwas zu pathetisch, aber die Faszination Vinyl hat mich gepackt... Jetzt fehlt nur noch die ein oder andere Langspiel-Platte in meinem Regal.

Labels: